KI-Kanzlei feuert Rechtsanwälte
KI-Kanzlei feuert Rechtsanwälte

KI-Kanzlei feuert Rechtsanwälte

Die Kanzlei Billmoor & Partner entlässt 1/3 ihrer Berufsträger und begründet dies mit verstärktem Einsatz künstlicher Intelligenz. Ausgerechnet im KI-Dezernat entsteht eine Personallücke.

Die Erstgespräche mit Mandanten führt Dr. Maximilian Billmoor seit jeher selbst – inzwischen allerdings nicht mehr persönlich, sondern als KI-Avatar. Dieser wurde zuvor mit dem E-Mail-Konto des Partners trainiert. Die Rückmeldung der Mandantschaft sei größtenteils positiv: der virtuelle Anwalt habe zu allen Sachverhalten eine Meinung. Etwas „übereifrig“ sei die KI, etwa wenn sie Familienunternehmen den Börsengang empfehle. Bei strittigen Sachverhalten erweise sich KI als besonders wertvoll: Associates hätten Jahre gebraucht, um Konfliktlösungsstrategien zu ersinnen, was KI innert Sekunden errechnet. Die Gegenseite sei überwältig vom Detailreichtum der Schriftsätze, wobei sich dies auch auf die Verfahrensdauer auswirke.

Kopfzerbrechen bereitet Billmoor ausgerechnet die steigende Nachfrage seiner Mandanten im Bereich KI-Haftung. Er müsse für solcherlei Pionierarbeit auf „natürliche Intelligenz“ zurückgreifen, finde allerdings keine erfahrenen Rechtsanwälte.

Quelle:

Aprilscherz