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Elitärer Bewerberschreck

Elitekanzleien erbringen exzellente Leistungen, akquirieren lukrative Mandate und locken mit außergewöhnlich hohen Gehältern. Wieso gelingt es ihnen nicht, offene Stellen zu besetzen?

Im Gespräch mit mancher Führungskraft fällt auf, dass sie aufgrund der Marktstellung ihrer Kanzlei davon ausgeht, auch eine beliebte Arbeitgeberin zu sein. Bei der Akquise von Mandaten muss man sich mitunter von seinen Wettbewerbern abheben, wobei ein elitärer Nimbus förderlich sein kann. Auf dem Arbeitsmarkt gelten jedoch andere Gesetzmäßigkeiten. Wer sich durch seinen elitären Habitus von Untergebenen und Nicht-Akademikern abgrenzt, entfremdet sich von vielen potentiellen Mitarbeitern. Diese differenzieren Arbeitgeber insbesondere anhand deren Unternehmenskultur, zumal die Arbeitsinhalte in der Rechts- und Steuerberatung prinzipiell austauschbar sind.

Wer die Bodenhaftung verloren hat, erreicht keine bodenständigen Kandidaten.