Berufsanfänger als Kostgänger?
Berufsanfänger als Kostgänger?

Berufsanfänger als Kostgänger?

Der Mandant honoriert ihn nicht und die Kanzlei will ihn nicht einstellen. Wird der Associate zum Auslaufmodell?

Was früher ein Associate während einer abrechenbaren Stunde ersonnen und dabei gelernt hat, errechnet heute Kollege KI. Das wissen auch Mandanten und erwarten, dass ein solcher Kostenvorteil an sie weitergegeben wird. Damit versiegt allerdings die Finanzierung der Associateausbildung. Großkanzleien gehen daher dazu über, mehr abzuwerben als auszubilden. Lieber überlässt man die Personalentwicklung dem vorherigen Arbeitgeber als deren Kosten selbst zu tragen.

Der Vorteil des Trittbrettfahrers entspricht im Einzelfall dem Nachteil des Gehörnten. Ein solches Nullsummenspiel schafft allerdings keinen Zuwachs auf dem Gesamtarbeitsmarkt.

Quellen

https://www.findlaw.com/legalblogs/greedy-associates/lateral-hires-overtake-new-law-graduates-in-biglaw-recruiting

https://www.azur-online.de/beruf-karriere/top-einsteller-ziehen-die-handbremse

https://www.faz.net/premium/digitalwirtschaft/kuenstliche-intelligenz/ki-und-kanzleien-wir-brauchen-nicht-weniger-anwaelte-sondern-andere-accg-200846388.html

https://www.azur-online.de/beruf-karriere/katzenjammer

https://www.abajournal.com/news/article/big-law-is-bringing-out-big-incentives-for-lateral-candidates