Schicksalhafte „Partnerschaft“
Immer mehr Kanzleien führen Salary und Fixed-Share-Partnerschaften ein. Was Kanzleien flexibler macht, birgt nicht nur Vorteile für deren Anwälte.
Immer mehr Kanzleien führen Salary und Fixed-Share-Partnerschaften ein. Was Kanzleien flexibler macht, birgt nicht nur Vorteile für deren Anwälte.
Sommer ist Urlaubszeit. Für viele ein guter Zeitpunkt, sich beruflich neu zu orientieren und um flexibel Termine wahrnehmen zu können. Doch das reicht nicht.
Turbulente Märkte, Zölle, ein unsicheres Transaktionsumfeld und Attacken der US-Regierung hinterließen Spuren in den Bilanzen von Kanzleien und Lohntüten ihrer Anwälte.
Kanzleien möchten Kosten reduzieren und setzen den Rotstift an – auch beim Personal. Was kurzfristig Kosten spart, verursacht mittelfristig Dominoeffekte und gefährdet langfristig Wachstum.
In diesen Tagen starten Azubis in Rechtsanwaltskanzleien, Notariaten und Steuerberatungen. Die Ausbildung sorgt oft für Frust bei Ausbildern und Azubis – der vermeidbar ist.
Aktuell verfolgen viele Kanzleien eine abwartende Einstellungspolitik und lassen Stellen bisweilen unbesetzt. Was kurzfristig Kosten spart, droht mittelfristig den Ertrag zu schmälern.
Das M&A-Geschäft von Kanzleien schwächelt entgegen früherer Prognosen. Wird sich die Investition in teures M&A-Personal dennoch lohnen?
Im letzten Jahr rechneten Kanzleien noch mit einem Aufschwung – der ausblieb. Schlimmer noch: Inzwischen schmieden Kanzleien Szenarien für eine Wirtschaftskrise. Eine Rezession würde nicht jede Kanzlei treffen und könnte sogar Gewinner hervorbringen.
Noch nie ist ein Konflikt um Kanzlei-Personalpolitik so eskaliert: Partner verließen Kanzleien, die Diversitätsprogramme eingestellt hatten.
Teils in vorauseilendem Gehorsam und oft klammheimlich rücken US-Kanzleien von ihrer „Diversity and Inclusion“ Politik ab. Können Kanzleien das Wohlwollen der US-Regierung mit Schäden an ihrer Arbeitgebermarke erkaufen?